Hamster eingewöhnen – so funktioniert eine sanfte Eingewöhnung

Hamster eingewöhnen

Hamster sind vergleichsweise sehr kleine Haustiere und im Gegensatz zum Hund oder zu Katze natürlich auch kostenmäßig nicht allzu problematisch. Und dennoch sollte man sich die Anschaffung eines Hamsters gut überlegen. Immerhin will auch ein Hamster artgerecht gehalten werden und Aufmerksamkeit bekommen. Wer sich die Anschaffung aber gut überlegt hat und sich den neuen Mitbewohner ausgesucht hat, der sollte zur Eingewöhnung eines wissen. Denn Hamster sind sehr sensible und von Natur aus scheue Tiere. Und sie vergessen nichts. Wer die Tiere anfänglich überfordert oder erschreckt, der hat schlechte Karten für die künftige Beziehung.

Neue Umgebung bedeutet Stress

Goldhamster, Teddyhamster oder Zwerghamster – alle Hamsterarten sind sehr ortsbezogen, wobei jeder Orts- und Umgebungswechsel erst einmal Stress bedeutet. Sie können ihm allerdings eine Menge Stress abnehmen, in dem Sie folgende Tipps beherzigen:

1. Bereiten Sie das neue Zuhause des Hamsters schon einmal einen Tag vor dem Einzug vor. So kann er direkt nach der Ankunft sein neues Heim inspizieren oder sich direkt verstecken. Futter, Einstreu, Wasser, Versteckmöglichkeiten und andere Einrichtungsgegenstände sollten vorhanden sein. Das Futter sollten Sie aber erst einmal beibehalten, denn der Hamster ist es gewohnt.

2. Benutzen Sie für den Transport spezielle Hamster-Transportboxen und sorgen Sie dafür, dass es während des Transportes nach seiner vertrauten Umgebung riecht. Füllen Sie die Box vielleicht mit etwas von seinem gewohnten Einstreu oder Futter.

3. Setzen Sie den Hamster nun direkt in seinen Käfig und lassen Sie ihn jetzt in Ruhe. Am besten stellen Sie die Transportbox geöffnet in den Käfig, so dass er selbst entscheiden kann, wann er die neue Umgebung erkunden will. Das kann natürlich dauern.

4. Ehe sich ein Hamster eingewöhnt hat, können schon einmal drei oder mehr Wochen vergehen. Haben Sie Geduld. Die ersten Tage sollte er nur beobachtet werden.

5. Halten Sie sich und andere Familienmitglieder oder Tiere zurück, denn jede Aufregung kann das Tier für immer verängstigen oder scheu machen.

6. Vermeiden Sie es, Ihre Hand in den Käfig zu strecken. Aus Angst könnte er beißen.

Typischerweise kann es einige Wochen dauern, ehe sich der Hamster an seinen Käfig gewöhnt hat. Vor lauter Aufregung kann es sogar anfänglich sein, dass der Hamster ungewohnt zutraulich Ihnen gegenüber ist. Dies legt sich allerdings, je besser er sich mit seiner Umgebung anfreundet.
Sprechen Sie mit dem Tier mit einer sanften und ruhigen Stimme. Verzichten Sie auf parfümhaltige Cremes oder andere stark riechende Dinge. Hamster haben eine sehr empfindliche Nase und damit könnten Sie ihn verschrecken.

Lassen Sie den Käfig hin und wieder offen und bieten Sie ihm Futter aus der Hand an. Irgendwann wird der Hamster sich das Leckerli holen und es weg tragen. Mit der Zeit wird er sogar auf Ihre Hand kommen und Sie können ihn zu sich nehmen. Halten Sie den Hamster nie grob fest, er sollte alles freiwillig und von sich aus tun. Tut er dies nicht, dann können Sie ihn nicht dazu zwingen. Hamster sind keine menschenbezogenen Tiere und können eigentlich gar nicht wie ein Hund erzogen werden.

Auch bedarf es extrem viel Geduld und Glück einem Hamster Tricks oder Ähnliches beizubringen. Sehr viele Hamster kommen auch nie von sich aus zu ihrem Besitzer, andere werden erst nach Monaten wirklich zutraulich.
Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihr Hamster nicht so viel mit Ihnen zu tun haben will. Wenn Ihnen ein Hamster zu langweilig ist, dann holen Sie sich einen Hund oder eine Katze. Diese fordern Ihre Aufmerksamkeit allerdings noch einmal viel extremer.

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